KÖRPERVERLETZUNG 

durch Infizieren

Wer als Corona-Infizierter oder -Erkrankter aufgrund von Nachlässigkeit einen anderen infiziert, kann sich der fahrlässigen Körperverletzung, unter anderen Umständen gar der vorsätzlichen Körperverletzung strafbar machen.

Wenn jemand mit dem Corona-Virus infiziert oder gar bereits an Covid-19 erkrankt ist und eine andere Person ansteckt, kann dies den Straftatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung gemäß § 223 StGB erfüllen. Dafür muss es nicht zwingend zum Ausbruch der Krankheit beim Angesteckten kommen, denn auch wer "nur" infiziert ist, gilt tatbestandsmäßig als "an der Gesundheit geschädigt". 

Fraglich ist in derartigen Fällen aber gerade mit Blick auf die zweiwöchige Inkubationszeit stets, ob der Beschuldigte den erforderlichen Vorsatz für eine Körperverletzung hatte. Wenn er nicht von seiner eigenen Infizierung wusste, kann sich aber immerhin noch wegen fahrlässiger Körperverletzung nach § 229 StGB strafbar gemacht haben. Das Gleiche gilt auch für denjenigen, der um seine Erkrankung oder wenigstens Infizierung wusste und die Infektion eines anderen aufgrund mangelnder Sorgfalt verursachte. Angesprochen sind damit insbesondere Fälle, in denen der erforderliche Sicherheitsabstand nicht eingehalten oder "ungeschützt" geniest wird.

Aufgrund der geringeren Strafandrohung lohnt sich in geeignet erscheinenden Fällen aber stets der Kampf der Verteidigung um "nur Fahrlässigkeit statt Vorsatz".

Aufgrund des Sterblichkeitsrisikos für Covid-19-Kranke kann - unabhängig von dem tatsächlichen Ausgang der verursachten Erkrankung - eine deutliche Strafschärfung erfolgen. 

§§ 223, 229 StGB (vorsätzliche und fahrlässige Körperverletzung)
 
  • drohende Strafe: i.d.R. Freiheitsstrafe bis 3 Jahre bei Fahrlässigkeit und bis 5 Jahre bei Vorsatz / Geldstrafe
     

  • Fahrlässigkeit und Vorsatz sind strafbar

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